baumhöhe

Forsteinrichtung / Betriebsgutachten



Wir fertigen Forsteinrichtungen entsprechend den Anforderungen der BVVG an.

 


Die Wurzeln der Forsteinrichtung liegen historisch begründet in der befürchteten Holzknappheit im 19. Jahrhundert.

Heinrich Cotta, der Begründer der ersten deutschen Forsthochschule (1811) in Tharandt (heute TU Dresden), war damals derjenige, der als Erster Waldflächen nach wissenschaftlichen Grundsätzen beplante (“einrichtete”).

Ziel war und ist es, u.a. eine Nachhaltigkeit in der Waldbewirtschaftung sicherzustellen.
Damit wird verhindert, daß in der Gesamtheit betrachtet, nicht mehr Holz genutzt wird, wie nachwächst.


In der modernen Forstwirtschaft stellt die Forsteinrichtung darüber hinaus ein umfangreiches und zeitgemäßes Instrument zur Betriebsplanung und –steuerung dar. Letztendlich ist diese Planung somit die Basis für ein zielgerichtetes Controlling.

Sie haben einen Forstbetrieb mit einer Fläche von über 30 ha forstlicher Betriebsfläche? Dann gehören Sie zu denjenigen, für die der Wald auch eine echte wirtschaftliche Herausforderung darstellt. Sicherlich gibt es für Sie zunächst noch viele nicht exakt geklärte Fragen:

Mit einer durch uns präzise durchgeführten Forsteinrichtung erhalten Sie auf alle diese und zahlreiche andere Fragen neben einer Fülle von Zusatzinformationen die entsprechenden Antworten.

Mit dem Kaufantrag an die BVVG waren Sie aufgefordert, ein Bewirtschaftungskonzept vorzulegen. Aufgrund des kurzen Zeitraumes, in dem diese Konzeptionen erarbeitet werden mußten, werden deshalb die Daten meistens nur auf dem veralteten Datenspeicher Waldfond, einer Datenbank der Forstwirtschaft der DDR, beruhen. Eine Inventur des Ist-Zustandes (d.h. Messung und Ansprache der Bestandesdaten) erfolgte deshalb in der Regel sicherlich nicht.

Die ökologische Waldentwicklungsplanung (ÖWP), die zum großen Teil durch die jeweiligen Revierleiter 1994 selbständig erarbeitet wurde, entspricht hinsichtlich Maßnahmeart und Eingriffsstärke sehr oft nicht mehr den heutigen Vorstellungen. Eine Inventur des IST-Zustandes wurde auch dabei nicht durchgeführt. Der Unterstand wurde bis auf wenige Ausnahmen nicht berücksichtigt.

Mit anderen Worten: Ihre Waldzustandsdaten entsprechen wahrscheinlich kaum den realen Verhältnissen.

Wir können deshalb jedem Privatwaldbesitzer nur raten, umgehend eine Forsteinrichtung für seine Waldflächen erstellen zu lassen. Je eher Sie auf die Ergebnisse einer aktuellen Forsteinrichtung zurückgreifen können, die auf den heutigen wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen und auf Ihre Betriebsziele abgestimmt ist, desto eher können Sie die Bewirtschaftung des Waldes wesentlich zielgerichteter durchführen. Unnötige finanzielle Verluste oder Fehlbewirtschaftungen können somit von Anfang an vermieden werden.

Bei der Erstellung der Planung ist es für uns selbstverständlich, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um Ihre Vorstellungen in den Planungen von Anfang an mit einbeziehen zu können.

 

Wichtige Unterschiede von Betriebsgutachten und Forsteinrichtungswerken (Betriebswerken) (nach Dr. Gerold, AFZ 11/98 )

      Betriebsgutachten

Forsteinrichtungswerk

- weniger umfangreich als Forsteinrichtungswerke

 

- kein allgemeiner Teil

- mit ausführlichem allgemeinen Teil

- Holzvorräte werden geschätzt bzw. mit Ertragstafeln hergeleitet

- ausführliche Holzvorratsaufnahme durch Vollerhebung ider Stichprobeverfahren

- Betriebsgutachten müssen durch eine Behörde oder eine Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt werden (§ 68 EStDV). Diese Anerkennung schließt eine Prüfung durch das Finanzamt nicht aus (EStR R 212)

- amtliche Anerkennung nicht erforderlich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Überblick über den Inhalt eines Forsteinrichtungswerkes


1. ALLGEMEINER TEIL

1.1 Natürliche und wirtschaftliche Grundlagen

1.1.1 Fläche und Waldeinteilung 

1.1.1.1 Fläche 
1.1.1.2 Waldeinteilung 

1.1.2 Waldfunktionen

1.1.3 Waldbiotope

1.1.4 Standortsverhältnisse

1.1.5 Bestandesverhältnisse

1.1.6 Räumliche Ordnung

1.2 Beurteilung der bisherigen Betriebsführung

1.2.1 Geschichte der Waldentwicklung

1.2.2 Abgelaufener Forsteinrichtungszeitraum

1.2.3 Zusammenfassende Wertung   

1.3 Planung

1.3.1 Wirtschaftsziele

1.3.2 Betriebsziele

1.3.3 Bestandesweise waldbauliche Planung (Einzelplanung)

1.3.4 Festsetzung des Hiebssatzes

1.3.5 Arbeits-und Finanzplanung, Betriebsergebnis

1.3.6 Einheitswertfeststellung

 

1.4 Zusammenfassung

1.4.1 Würdigung der Forsteinrichtung

1.4.2 Hinweise für die Zwischenrevision

 

1.5Anlagen zum allgemeinen Teil
 

2. SPEZIELLER TEIL

2.1. Im speziellen Teil sind sämtliche Auswertungstabellen enthalten. Diese Tabellen stellen Zusammenfassungen bzw. Auswertungen der bestandesweisen Zustandserfassung und Planung dar.

 

3. KARTENWERK

Weitere Karten können erstellt werden (z.B. Karte der potentiellen natürlichen Vegetation, Waldschadenskarte, Hemerobiekarte, Karte der Bestandeszustandstypen, Karte der aktuellen Bodenvegetation, usw.).

 

 

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Kartenerstellung mit dem Geographischen Informationssystem ARC-GIS (ARC-VIEW)

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Teilflächen-Datenblatt mit Angaben über IST-Zustand und bestandesweiser Planung

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